Wozu brauche ich eine Hundebox?

In vielen Ratgebern und Foren rund ums Thema Hund wird immer wieder dazu geraten, eine Hundebox anzuschaffen. Doch warum sollte man solche Boxen kaufen? Welche Gründe sprechen dafür? Die Antworten auf diese Fragen sind zahlreich. Die wichtigsten Gründe für Hundeboxen möchten wir hier vorstellen. Vorweg ist es jedoch wichtig zu sagen, dass man eine Hundebox keinesfalls als Gefängnis für einen Hund ansehen sollte. Für uns Menschen ist es natürlich keine schöne Vorstellung, in einem Käfig zu sitzen. Für Hunde kann das jedoch ganz anders aussehen. Wurden sie langsam und einfühlsam an die die Box gewöhnt, ist es für sie ein toller Rückzugsort, der ihnen Ruhe und Sicherheit gibt. Sie fühlen sich dann einfach wohl und keinesfalls ihrer Freiheit beraubt.

Hundeboxen sind Ruheplätze

Die Hundebox kann auch eine Ruheplatz sein
Die Hundebox kann auch eine Ruheplatz sein

Dieser Ruheplatz ist auch schon eins der wichtigsten Argumente, die für eine Hundebox sprechen. Im Trubel des Alltags ist es auch für einen Hund nicht immer einfach, mal abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Hat er eine Box, kann er sich von seiner Umgebung ein wenig abschotten und sie als Rückzugsort nutzen. Ideal ist es, wenn der Hund schon im Welpenalter an die Box gewöhnt wurde und damit auch früh gelernt hat, das Ruhezeiten wichtig für ihn sind.

Auch in der Nacht sind Hundeboxen tolle Schlafplätze. Bei Welpen hat man den Vorteil, dass man sie darin neben dem eigenen Bett schlafen lassen kann und somit einen großen Schritt in Richtung Stubenreinheit in der Nacht macht. Durch die Box kann der Welpe nicht irgendwo in der Wohnung sein Geschäft erledigen, sondern muss sich bemerkbar machen. Das passiert schon allein aus dem Grund, dass kein Hund gern sein eigenes Bett beschmutzt. So meldet sich der Welpe, als Mensch kann man dann gleich mit ihm raus gehen und es gibt am Morgen keine unliebsamen Überraschungen.

Hundeboxen sind ideal für den Transport

Aber nicht nur als Rückzugsort und Schlafplatz leisten Boxen gute Dienste. Auch Hundetransportboxen haben schon so manchem Hundehalter das Leben einfacher gemacht. Hundeboxen fürs Auto sollten beispielsweise bei jedem Hundehalter ganz oben auf der Einkaufsliste stehen. Aber auch eine Hundetransportbox, in der man den Hund im Krankheitsfall schnell und sicher zur Tierklinik bringen kann oder nach einer Operation wieder nach Hause holt, macht das Leben oft um vieles einfacher. Denn gerade kranke oder verletzte Hunde kann man oftmals nicht einfach auf dem Arm tragen bzw. möchten sie sich dann gar nicht anfassen lassen.

Der TSC Schweiz hat einen Test gemacht und diverse Mängel in der Verarbeitung mancher Hundeboxen aufgedeckt.

Hundebox nie als Bestrafung einsetzen

Damit alle positiven Aspekte einer Hundebox zum Tragen kommen, ist neben der behutsamen Gewöhnung vor allem eins sehr wichtig: Der Hund darf nie das Gefühl haben, dass er bestraft wird, wenn er in die Box gehen muss. Die Hundeboxen sollten ausschließlich positive Gefühle in dem Vierbeiner hervorrufen, ansonsten wird er sie nicht mehr annehmen, sich weigern sie zu nutzen und wird er trotzdem hinein gesetzt, leidet er extrem.

Wer braucht eine Hundebox?

Der Kauf einer Hundebox ist jedem Hundehalter anzuraten. Dabei ist es ganz egal, ob der Hund 4 Monate oder 8 Jahre alt ist. Wobei hier natürlich zu beachten ist, dass ein Welpe sich in den meisten Fällen schneller an die Box gewöhnt. Wie weiter oben im Text schon erwähnt, hat eine Box viele Funktionen, die Hunde in allen Altersklassen zugute kommen. Gerade der Aspekt der Sicherheit bei Hundetransportboxen sollte jedoch jeden Hundehalter davon überzeugen, dass eine Hundebox eine richtig gute Idee ist.

Hundebox in der Welpenerziehung

Beagle-Welpen mit Transportbox
Beagle-Welpen mit Transportbox

Wie schon erwähnt, können Hundeboxen in der Erziehung von Welpen sehr gute Dienste leisten. Gerade wenn der Welpe einzieht, bietet ihm die Hundebox nachts die Möglichkeit, einen warmen, kuscheligen Schlafplatz zu nutzen, der im Idealfall direkt neben dem Bett seines Menschen steht. Viele Hundeboxen lassen sich oben öffnen, so dass man zur Beruhigung des Welpen eine Hand hinein strecken kann. Ansonsten hilft es auch, ein getragenes T-Shirt oder ähnliches mit in die Box zu legen, damit sich der Welpe geborgen fühlt. Wacht er dann nachts auf, weil ihn ein dringendes Bedürfnis plagt, kann er in der Box auch schnell auf sich aufmerksam machen und man kann zum Lösen heraus gehen.

Erfahrungen zeigen, dass Welpen, die die Nacht in einer Box verbringen, viel schneller durchschlafen und somit auch im Ganzen schneller Stubenrein werden. Sie lernen durch die Box in der Nacht, dass sie sich melden sollen, wenn sie einmal müssen und übernehmen dieses Verhalten dann auch schneller am Tag. Das heißt natürlich nicht, dass man Welpen auch tagsüber in der Hundebox halten sollte, damit sie sich melden – allein die Nächte helfen hier schon extrem.

Welpen brauchen noch viel Schlaf und Ruhe. Somit kann man ihnen auch tagsüber die Box immer wieder als Rückzugsort anbieten und ihnen somit schon früh beibringen, dass dieser Rückzugsort viele Vorteile für sie hat. Finden Welpen keine Ruhe in der Hektik des Alltags, werden sie später oft zu hyperaktiven Hunden – und das möchte keiner sich oder dem Hund antun. Hundeboxen sind also auch hier eine tolle Erziehungshilfe.

Hundebox fürs Alleinbleiben

Viele Hunde haben Probleme mit dem Alleinbleiben. Man kann ihnen keinen Vorwurf daraus machen, es sind Rudeltiere, die soziale Kontakte benötigen. Aber leider ist es nicht immer möglich, 24 Stunden am Tag mit dem Hund zusammen zu sein. Ob der Einkauf oder auch der Arztbesuch – einiges muss einfach ohne Hund erledigt werden und eine Betreuung durch andere Personen ist nur ab und an eine Option.

Ist der Hund an Boxen gewöhnt, kann man ihm darüber auch das Alleinbleiben vereinfachen. Er fühlt sich in der Box sicher und somit sind Trennungsängste nicht mehr so groß. Idealerweise platziert man die Box so, dass der Hund einen guten Blick über den Raum hat. So hat er das Gefühl der Kontrolle, ohne die Möglichkeit, ständig alles abzulaufen. Es wird ihm also ein großer Druck genommen und die Sicherheit der Box lässt ihn zur Ruhe kommen. Durch Stress zerstörte Möbel gehören somit der Vergangenheit an.

Welche Arten der Hundebox gibt es?

Hundeboxen sind in vielen verschiedenen Ausführungen und Materialien erhältlich. Es gibt Modelle, die sich ideal Zuhause als Rückzugsort einsetzen lassen und dem Hund auch als Platz dienen, wenn er mal für überschaubare Zeiten allein bleiben muss. Dazu zählen vor allem Stoffboxen und Käfige, die sich leicht im Wohnraum aufstellen lassen können. Darüber hinaus gibt es auch Hundetragetaschen in vielen verschiedenen Ausführungen, die für den Transport kleiner Hunde geeignet sind.

Auch fürs Auto gibt es eine Vielzahl von Hundetransportboxen, die ganz unterschiedlich in Größe und Beschaffenheit sind. Grundsätzlich unterscheidet man bei den Hundeboxen folgende Arten: – Gitterbox/Hundekäfig: Ist zu allen Seiten offen, kann mit einem Tuch aber auch verdunkelt und zu einer kuscheligen Höhle gemacht werden – Faltbare Transportboxen: Lassen sich platzsparend verstauen, sind halbwegs stabil, aber nicht für alle Situationen geeignet – Kunststoff-Transportbox: Stabil, vielseitig einsetzbar, aber auch etwas sperrig und teilweise schwer – Hundeautobox aus Aluminum: Sehr stabil, ideal für den Transport im Auto, braucht aber auch Platz

Hundebox – welches Material ist am Besten?

Hundeboxen werden aus vielen unterschiedlichen Materialien hergestellt, wie auch schon an der Art der Hundeboxen zu erkennen ist. Für eine Welpenbox wäre beispielsweise eine Hundebox aus Aluminium gänzlich ungeeignet und ein Hundekäfig könnte man zwar im Auto verwenden, bei einem Unfall würde er dem Hund jedoch keinen Schutz bieten. Somit hängt die Wahl des Materials auch immer mit der Art der Verwendung zusammen.

Sehr beliebt sind faltbare Transportboxen. Sie sind meist aus einem strapzierfähigen und verstärktem Nylon hergestellt. Diese Boxen bieten oft die Möglichkeit, nicht nur die Vorderseite zu öffnen, sondern auch Öffnungen an den Seitenwänden und am Deckel zu verwenden. Zudem verfügen diese Art von Boxen über Tragegurte und wie ihr Name es verrät, können sie platzsparend zusammen gefaltet werden. Als Hundetransportbox eigenen sie sich nur bedingt, da das Nylon im Falle eines Verkehrsunfalls nur wenig Schutz bietet. Sie werden jedoch gern als Box für den Rücksitz verwendet und können dort festgezurrt werden.

Zu Hause werden gern Gitterboxen bzw. Hundekäfige verwendet. Sie sind aus Metall, leicht aufzubauen, zu allen Seiten offen und man kann sie bei Bedarf mit einer Decke abdunkeln. Es gibt hier auch Varianten, in denen Gitterboxen in Möbel (z. B. Tische) integriert wurden, so dass sie nicht extra Platz benötigen. Für sicheren Transport im Auto eignen sich Aluminium Hundeboxen am besten. Sie sind sehr stabil und immer wieder liest man davon, wie Hunde dank dieser Boxen Unfälle ohne Verletzungen überstanden haben. In jedem Test haben diese Boxen, wenn sie denn hochwertig verarbeitet sind, die Nase vorn.

Transportboxen aus Kunststoff können ebenso wie die faltbaren Boxen vielfältig eingesetzt werden, jedoch sind sie oft sperrig, schwer und nicht so komfortabel, wie die anderen Varianten. Sie bieten gegenüber anderen Hundeboxen keine großen Vorteile, werden aber gerade für kleine Hunde gern gekauft.

Was gilt es bei einer Hundebox zu beachten?

Ein Hund ohne Hundebox im Auto
Ein Hund ohne Hundebox im Auto

Wichtig ist natürlich vor allem, dass die Hundebox auch für die Art des Einsatzes konzipiert ist. Wie schon erwähnt, bietet sich nicht jede Box für jede Gelegenheit an. Dann kommt es natürlich auch auf den Hund selbst an. Sehr ängstliche Hunde fühlen sich meist wohler, wenn die Hundebox nicht zu offen ist, also abgedunkelt werden kann. Andere Hunde mögen es gern etwas offener, so dass sie vielleicht auch einmal die Nase zwischen den Streben einer Hundebox aus Aluminium hindurch strecken können.

Natürlich sollte man auch darauf achten, dass die Größe der Hundebox zum Hund passt. Der Hund sollte in der Box aufrecht stehen können und auch das Liegen und Drehen sollte problemlos möglich sein. Zu große Hundeboxen bieten gerade im Auto nicht genügend Schutz, zu kleine Boxen machen das Verweilen für unsere Vierbeiner zur Qual.

Der dritte Punkt, den man beim Kauf einer Hundebox beachten sollte, ist natürlich die Qualität. Wenn es um die Sicherheit der Hunde geht, sollte nicht am falschen Ende gespart werden. Eine gute Verarbeitung ist daher das A und O und sorgt auch dafür, dass die Boxen lange genutzt werden können. Im Endeffekt spart man also sogar Geld, wenn man einmal eine vernünftige Box kauft, die im Anschaffungswert vielleicht etwas höher ist.

Was ist die richtige Hundebox Größe?

Wie im vorherigen Punkt schon erwähnt, kann man die optimale Größe der Hundebox ganz leicht ermitteln. Der Hunde sollte in der Box sitzen/stehen können und die Möglichkeit haben, sich herum zu drehen und hin zu legen. Wer Hundeboxen im Internet bestellt, sollte also vorher beim Hund selbst Maß nehmen und die Box in der nächstgrößeren Variante wählen.

Ist die Box für den Transport im Auto vorgesehen, muss natürlich auch beachtet werden, wie viel Platz im Auto vorhanden ist. Gerade wenn die Box im Kofferraum verstaut werden soll, empfiehlt es sich, hier vorher gut auszumessen – aber auch für Boxen auf dem Rücksitz ist es nicht verkehrt, Maß zu nehmen. So weiß man vorweg, ob die Box gut und sicher steht und somit auch wirklich schützt.

Welche Einlagen für die Hundebox eignen sich?

Zwei Beagle-Welpen in Transportbox
Zwei Beagle-Welpen in Transportbox

Ein Hund soll in einer Hundebox nicht nur geschützt werden, er soll es auch bequem haben und sich wohl fühlen. Hundeboxen selbst verfügen meist über einen Boden aus Kunststoff oder einer Kunstfaser, so dass sie leicht gereinigt werden können. Bequem ist das allerdings für einen Hund nicht. Bei einem längere Aufenthalt in der Box könnte es sogar dazu kommen, dass der Hund sich Abschürfungen beim Liegen zuzieht. Es ist also besser, dem Hund noch eine bequeme Unterlage zu bieten.

Matratzen/Hundekissen

Für Hundeboxen gibt es einige Unterlagen, die dafür sorgen, dass der Hund sich in der Box auch wohlfühlt. Es gibt beispielsweise Schaumstoff-Einlagen, die den Boden gut polstern und bei richtiger Größe nicht so schnell verrutschen. Darüber hinaus gibt es auch Hundekissen, die mit weichem Material gefüllt und nicht zu dick gepolstert, ideal als Unterlage in Hundeboxen verwendet werden können. Beide Varianten sind allerdings nicht besonders leicht zu pflegen, deshalb empfiehlt es sich, über der Unterlage noch anderes zu verwenden.

Decken/Handtücher

Hundeboxen im Auto sollten sehr strapazierfähig und gut zu reinigen sein. Gerade hier legt sich der Hund öfter mal nass oder verschmutzt in die Box – darauf sollte man achten. Sehr strapazierfähig sind Hundedecken, die überall im Handel erhältlich sind. Sie sind meist aus Polyester, sind wasser- und schmutzabweisend und ihnen macht selbst häufiges Waschen nichts aus. Ähnlich verhält es sich mit Decken aus Fleece-Stoffen. Sie sind schön kuschelig für den Hund und für den Halter leicht zu säubern. Viele verwenden auch Badetücher, meist aus Mikrofaser, und legen diese über die weiche Unterlage.

Wie gewöhne ich meinen Hund an eine Hundebox?

Bevor eine Hundebox im Auto oder auch Zuhause richtig eingesetzt werden kann, steht die Gewöhnung des Hundes an die Box auf dem Programm. Nur die wenigsten Hunde gehen gleich von allein in die Box und fühlen sich darin wohl – ein Großteil benötigt eine behutsame Eingewöhnung, so dass sie selbst merken können, dass ihnen die Box Schutz und Ruhe bietet. Für die Eingewöhnungsphase sollte man sich also viel Zeit nehmen und lieber etwas langsamer vorgehen, anstatt den Hund zu verschrecken.

Je nach Art der Box ist es hilfreich, wenn man sie am Anfang so offen wie möglich gestaltet. Bei Kunststoffboxen kann oft das Oberteil komplett abgenommen werden, bei anderen Boxen kann man Seitenteile oder Deckel öffnen. So hat der Hund nicht das Gefühl, in eine dunkle, ihm unbekannte Höhle zu gehen und das macht die Eingewöhnung einfacher. Auch hilfreich ist es, wenn man die Lieblingsdecke des Hundes in die Hundetransportbox legt, so dass er einen bekannten Geruch wahrnimmt und auch gleich etwas Angenehmes damit verbindet.

Leckerlies helfen bei der Gewöhnung an die Hundebox

Dalmatiner in Hundebox im Kofferraum
Dalmatiner in Hundebox im Kofferraum

Mit Hilfe von Leckerlies kann man den Hund nun immer wieder in die Box locken und somit auch gleich belohnen. Also einfach Leckerli hinein werfen, so dass der Hund hinein geht und es sich holt. Zeigt der Hund dabei kein Unbehagen mehr, kann er mit dem Leckerli vor der Nase in die Box geführt werden und dort erst nach ein paar Sekunden die Belohnung bekommen. Im nächsten Schritt kann er in der Box absitzen, bevor die Belohnung kommt, die Zeiträume werden länger etc. Fühlt sich der Hund wohl, wird er schon bald entspannt in der offenen Box sitzen oder liegen und vielleicht schon von allein hinein gehen.

Dann ist es an der Zeit, Seitenteile und Deckel zu schließen und mit den Trainingsschritten von vorn zu beginnen. Das passiert wieder so lange, bis der Hund sich entspannt ablegt und keine Unsicherheit oder Stress zeigt. Dann kann man langsam damit beginnen, die Tür zu schließen. Bei diesem Schritt ist es hilfreich, wenn der Hund eine Kauartikel oder ein Spielzeug zur Beschäftigung mit in die Box bekommt. Auch hier wird wieder mit ein paar Sekunden angefangen, dann wird die Zeit ausgeweitet.

Wie lange kann ein Hund in der Hundebox bleiben?

Eine Hundebox erfüllt viele Funktionen, die hier schon beschrieben wurden. Eine Aussage darüber zu treffen, wie lange der Hund in einer Box bleiben kann, ist allerdings schwer, denn es kommt dabei natürlich auch immer auf die Umstände an. Bei Flügen kann es schon mal sein, dass ein Hund sechs oder mehr Stunden in einer Transportbox verbringt und auch wenn sie benötigt wird, damit ein Hund entspannt allein bleibt, kann man ihn nicht immer nach einer Stunde heraus lassen.

Und natürlich kommt es auch auf den jeweiligen Hund an. Hat der Hund die Box akzeptiert und nutzt sie gern als Ruheplatz, macht es ihm sicher nichts aus, mal zwei oder drei Stunden darin zu verbringen, wenn er denn dort auch Wasser hat. Ist der Hund eher nervös, kann eine Stunde schon zur Qual für ihn werden und ist daher nicht anzuraten. Hier gilt es also, den Hund genau zu beobachten und an seinem Verhalten abzuschätzen, wie lange er sich in der Box wohl fühlt.

Bei langen Autofahrten sollte man alle zwei bis drei Stunden eine Pause einlegen, so dass der Hund sich die Beine vertreten kann und auch die Möglichkeit hat, sich zu lösen. So werden auch lange Fahrten gut und problemlos überstanden und der Hund ist bei der Ankuft am Ziel nicht zu überdreht durch das zu lange Ruhen.

Die Hundebox fürs Auto

Inzwischen gibt es eine Menge Hundezubehör im Handel. Bei einigen Dingen fragt man sich, ob sie wirklich notwendig sind, andere wiederum sollten zur Grundausstattung für jeden Hund gehören. Eine Hundetransportbox fürs Auto gehört definitiv zu den Dingen, die jeder Hundehalter besitzen sollte, selbst wenn man kein Auto hat, sondern nur bei anderen mit fährt. Auch sollte man bei diesen Boxen ganz besonders auf eine gute Qualität achten und nicht am falschen Ende sparen.

Wozu ist eine Hundebox fürs Auto gut?

Sicherer Tranport von zwei Hunden (Bulldogge und Labrador) im Auto mit einer Zwillings Hundebox
Sicherer Tranport von zwei Hunden (Bulldogge und Labrador) im Auto mit einer Zwillings Hundebox

Hundetransportboxen fürs Auto erfüllen viele Funktionen. Die wichtigste ist natürlich der Sicherheitsaspekt. Viele Hunde werden noch immer ungesichert im Auto mitgenommen, sitzen auf dem Beifahrersitz, im Fußraum oder ohne Sicherung auf dem Rücksitz. Schon ein scharfes Bremsen kann dazu führen, dass der Hund im Auto herum geschleudert wird und sich verletzt. Kommt es zu schlimmeren Unfällen, kann ein ungesicherter Hund auf der Rücksitzbank durchs gesamte Fahrzeug geschleudert werden und durch die Windschutzscheibe fliegen. Noch viel zu oft kommen Hunde auf diese Weise ums Leben – und auch die Halter erhalten dadurch schwerere Verletzungen.

Den Hund im Auto zu sichern, ist also für Tier und Halter wichtig. Grundsätzlich gibt es dazu mehrere Möglichkeiten und neben Boxen werden auch oft Sicherheitsgurte verwendet. Richtig geschützt ist ein Hund damit allerdings nicht. Gerade Hundeboxen aus Aluminium können bei einem Unfall viel abhalten und dafür sorgen, dass der Hund unverletzt bleibt. Sie fangen die Wucht des Aufpralls ab und gute Boxen haben Not-Türen, so dass der Hund auch aus der Box geholt werden kann, wenn man nicht über die herkömmliche Öffnung an ihn heran kommt oder sich die Box durch den Unfall verzogen hat.

Aber nicht nur bei Verkehrsunfällen leistet die Hundebox fürs Auto gute Dienste. Viele Hunde fahren nicht gern im Auto mit, haben sogar Angst davor und reagieren mit Übelkeit auf Autofahrten. In einer Box, die dem Hund vertraut ist, fällt es ihm leichter zu entspannen und im besten Fall sorgt sie auch dafür, dass er nicht aus Fenstern schauen kann und somit nicht von der Umgebung zusätzlich beunruhigt wird. Hunde, die vorher ängstlich waren, zeigen in vertrauten Boxen im Auto oftmals ein völlig anderes, viel entspannteres Verhalten. Schon allein aus diesem Grund lohnt sich die Anschaffung einer Box.

Hundebox oder Schutzgitter fürs Auto?

Neben Hundeboxen und Sicherheitsgurten werden gerade in Kombis und Geländewagen gern Schutzgitter installiert, um den Hund mitzuführen. Die Gitter werden zwischen Kofferraum und Rücksitz angebracht und sollen damit Schutz geben. Grundsätzlich natürlich eine gute Idee. Der Hund kann sich freier bewegen und ist davor geschützt, bei einem Unfall durch den Wagen geschleudert zu werden. Jedoch verhindern das nicht alle Gitter, denn einige sind nicht stabil genug und geben viel zu leicht nach bzw. lassen sich nicht sicher genug befestigen. Auch verhindern die Schutzgitter nicht, dass der Hund im Kofferraum herum geschleudert wird und sich somit verletzt.

Wir möchten hier Gitter keinesfalls schlecht reden, jedoch können sie es für uns in puncto Sicherheit nicht mit einer guten Hundebox aufnehmen. Auch Unsicherheiten des Hundes bei Autofahrten können durch ein Schutzgitter nicht vermieden werden. Wer die Wahl hat, ist also mit einer Box wesentlich besser bedient – schon allein, weil die Box auch außerhalb des Autos eingesetzt werden kann.

Wie befestigt man eine Hundebox im Auto?

Junger Mischling in Hundebox
Junger Mischling in Hundebox

Geht es um Hundeboxen, die auf der Rücksitzbank befestigt sind, gibt es zwei Möglichkeiten. Transportboxen aus Plastik oder auch Hundefaltboxen können über den herkömmlichen Sicherheitsgurt gut gesichert werden. Viele der Boxen haben auch extra Vorrichtungen, durch die man die Sicherheitsgurte führen kann, so dass sie während der Fahrt nicht verrutschen und die Box sicher stehen bleibt.

Darüber hinaus gibt es inzwischen auch Hundetransportboxen, die mit dem Isofix-System befestigt werden können, die viele Autos für die Sicherung von Kindersitzen serienmäßig integriert haben. Auch darüber ist die Box gut gesichert, steht fest und rutscht nicht auf dem Rücksitz herum. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich für diese Maßnahme entscheiden.

Hundebox im Kofferraum befestigen

Auch Hundeboxen, die im Kofferraum stehen, sollten gesichert werden. Oft ist man der Meinung, dass sie allein durch ihr meist etwas höheres Gewicht und die Konstruktion sicher stehen, im Falle eines Unfalls wirken darauf jedoch Kräfte ein, die dafür sorgen können, das die Box verrutscht. Deshalb empfiehlt es sich, auch hier auf Nummer Sicher zu gehen. Die Hundetransportbox selbst sollte man auf jeden Fall auf eine rutschfeste Unterlage stellen. Darüber hinaus kann man sie mit Spanngurten auch noch an den im Kofferraum befindlichen Zurrösen befestigen, so dass sie wirklich sicher stehen und nicht verrutschen können.

Zum Kauf einer Hundebox

Hundeboxen werden von vielen verschiedenen Herstellern angeboten. Eine kurze Internetrecherche nach Art der Box bringt meist eine Vielzahl an Ergebnissen hervor, die schnell verwirren kann. Beim Kauf einer Hundebox möchte man schließlich einen Hersteller wählen, der die Qualitätsansprüche erfüllt und noch dazu ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Da kann man bei dem großen Angebot schnell die Übersicht verlieren.

Je nach Art der benötigten Box gibt es unterschiedliche Hersteller, die schon seit vielen Jahren mit Qualität und fairen Preisen überzeugen. Um ein paar Beispiele zu nennen: – Kleine Hundeboxen und Hundeboxen aus Plastik werden seit vielen Jahren von den Herstellern Trixie und Nobby angeboten und überzeugen viele Käufer – Hundeboxen aus Stoff, also Faltboxen für Hunde, gibt es in guter Qualität von Karlie, TecTake und Pro Tec – Hundeboxen in Form von Käfigen kann man guten Gewissens von Nemaxx oder Pet-Care beziehen – Hundetransportboxen aus Aluminium sind meist nicht gerade günstig. Bei TecTake oder aber auch Trixie bekommt man jedoch auch gute Qualität fürs investierte Geld.

Die hier genannten Hersteller von Boxen sind bekannt für ihre Qualität und überzeugen auch in verschiedenen Online-Shops immer wieder mit guten Kundenbewertungen. Diese sollten übrigens vor dem Kauf immer gelesen werden, denn sie geben nicht nur Aufschluss darüber, ob die Materialien oder die Verarbeitung hochwertig sind, sondern verraten auch oft, wie der Hersteller mit Reklamationen umgeht und wie kompetent der Kundensupport im Allgemeinen ist. Auch das sind wichtige Punkte bei der Kaufentscheidung und ein weiteres Merkmal, dass einen etwas höheren Preis rechtfertigt.

Wo kann man eine hochwertige Hundebox kaufen?

Für den Kauf von Hundeboxen gibt es viele Möglichkeiten. Die erste Anlaufstelle ist oft der Tierfachhandel vor Ort, wo man sich verschiedene Modelle anschauen kann und im besten Fall eine gute Beratung erhält. Jedoch ist hier der Nachteil, dass es die Hundeboxen meist nicht in allen Größen gibt und dass auch nur wenige Hersteller vorhanden sind. Die Auswahl ist also sehr beschränkt und oftmals sind die Preise im Fachhandel auch deutlich höher als in Online-Shops.

Auch Baumärkte mit Tierabteilungen verkaufen inzwischen Boxen verschiedener Arten. Auch hier ist die Auswahl sehr begrenzt und zudem fehlt die Beratung hier ganz, denn die Mitarbeiter sind darauf in den seltensten Fällen geschult. Man kann hier jedoch gut testen, welche Box-Größe zum Hund passt, so dass er sich problemlos in der Box drehen, hinsetzen und hinlegen kann. Preislich kann auch der Baumarkt meist nicht überzeugen, bzw. werden hier günstige Boxen angeboten, die dann aber auch nicht so hochwertig sind, wie man es sich für den eigenen Hund wünscht.

Online-Shops, wie beispielsweise auch Amazon, halten eine große Auswahl an Hundeboxen bereit. Gerade bekannte Anbieter sind hier auch vertreten und bieten die Boxen meist zu Preisen an, die man im Fachhandel lange suchen kann. Zwar fehlt natürlich in einem Online-Shop wie Amazon auch die Beratung, jedoch gibt es hier ausführliche Produkt-Beschreibungen sowie die Bewertungen anderer Kunden, die schonungslos Kritik offenlegen oder auch loben, was gut ist. Man kann sich hier ganz in Ruhe einen Überblick verschaffen und sich die Box meist versandkostenfrei direkt nach Hause liefern lassen. Entspricht sie dann doch nicht den Erwartungen, ist auch eine Rücksendung kein Problem. Somit bieten Online-Shops neben günstigen Preisen noch viele weitere Vorteile und sind daher für den Kauf von Hundeboxen zu empfehlen.

Was kostet eine gute Hundebox?

Husky in einer Hundebox
Husky in einer Hundebox

Eine pauschale Aussage über den Preis kann man leider nicht machen, denn natürlich kommt es hier auf die Größe der Box an und auch auf die Art. Eine Hundetransportbox aus Plastik für einen kleinen Hund ist günstiger als ein Kafig für einen großen Hund. Und faltbare Hundetransportboxen aus verstärktem Nylon kommen natürlich auch günstiger, als eine stabile Box aus Aluminium. Die Preisspanne reicht hier von etwa 20 Euro bis hin zu 200 oder auch 300 Euro – je nach Art der Box und der benötigten Größe.

Gerade wenn die Hundebox fürs Auto verwendet werden soll, sollte man natürlich nicht am falschen Ende sparen. Schließlich möchte man den Hund sicher transportieren und alles dafür tun, dass er gesund und komfortabel am Ziel ankommt. Hundeboxen aus Aluminium sollten daher die erste Wahl sein, auch wenn sie preislich weit über anderen Hundetransportboxen liegen. Sie bieten die größtmögliche Sicherheit und sind dennoch komfortabel für den Hund. Der höhere Preis spiegelt sich auch in einer höheren Qualität wider und so sind diese Boxen äußerst langlebig und überdauern oftmals ein langes Hundeleben. Auch lassen sie sich leicht und ohne großen Wertverlust wieder verkaufen, wenn der Hund heraus gewachsen ist oder die Box aus anderen Gründen nicht mehr benötigt wird.

Auch bei Plastikboxen und faltbaren Hundeboxen sollte man nicht zu geizig sein, sondern immer die hochwertige Verarbeitung und leichte Säuberung der Boxen beachten. So hat man lange Freude an ihnen und auch der Hund fühlt sich in ihnen wohl und geborgen.

Welche Hundebox für Flugreisen

Neben den hier vorgestellten Boxen gibt es noch eine spezielle Art: die Hundetransportboxen für Flugreisen. Wen es in ferne Länder zieht, der macht sich natürlich auch Gedanken darüber, wie der Hund im Flugzeug mitgenommen werden kann. Grundsätzlich gibt es hier zwei Möglichkeiten

  1. Hunde bis 5 oder maximal 10 kg (abhängig von Fluggesellschaft) können in einer Hundebox mit in die Kabine genommen werden
  2. Größere Hunde werden in Hundeboxen im Frachtraum befördert.

Für beide Varianten bei einem Flug sind also Hundetransportboxen nötig. Zur Beschaffenheit der benötigten Hundeboxen gibt es bei der IATA (International Air Transport Association) Bestimmungen. So heißt es dort zum Beispiel für Hundeboxen im Frachtraum, dass der Hund darin stehen können muss, dass ein kippsicherer Wassernapf in der Box integriert ist und dass es auch ausreichend Lüftungsöffnungen gibt. Zudem dürfen beispielsweise faltbare Hundeboxen nicht für den Transport im Frachtraum genutzt werden, die Boxen müssen vielmehr stabil (also z. B. aus Kunststoff sein).

Neben den allgemeinen Bestimmungen der IATA gibt es weitere Bestimmungen, die sich bei den jeweiligen Fluggesellschaften stark unterscheiden können. Wie schon erwähnt, dürfen Hunde bis zu einem bestimmten Gewicht in der Kabine mitgeführt werden, wenn sie in einer Hundebox untergebracht sind. Das Gewicht gilt hier jeweils für Hund und Box insgesamt. Einige Airlines erlauben hier ein Gesamtgewicht von 10 Kilogramm, bei anderen können es allerdings auch nur 5 Kilogramm sein. Es gilt sich also vorher gut zu informieren, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Darüber hinaus muss die Hundebox in der Kabine auch einige Voraussetzungen erfüllen, was Größe und Beschaffenheit anbelangt. Es lohnt sich also, hier vorher mit der Airline Kontakt aufzunehmen. Und natürlich gilt gerade für die Mitnahme im Flugzeug: Der Hund sollte gut an die Box gewöhnt sein und auch für die Dauer des Fluges sollte trainiert sein. Die Mitnahme im Flugzeug ist für viele Hunde ein großer Stressfaktor. Es gilt also, hier zusätzliche Irritationen so gering wie möglich zu halten.